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[LEITFADEN] Konsile
#1
GRUNDLAGEN
Patienten haben häufig Erkrankungen mehrerer Fachbereiche, werden aber in einem Fachbereich hauptsächlich behandelt. Zur Abklärung oder Mitbehandlung von fachfremden Erkrankungen oder auch zur Klärung einer möglichen Übernahme des Patienten dienen die Konsile. Mit Ihnen können Ärzte anderer Fachabteilungen an der Behandlung eines Patienten beteiligt werden.

KONSIL ANFORDERN
Ein Konsil kann über die allgemeine Anforderungs-Funktion (Patientenakte -> unten rechts "Anforderungen und Befunde" -> "Neue Anforderung" -> "Konsil") angefordert werden. Dabei muss zunächst die Fachabteilung ausgewählt werden, die das Konsil ausführen soll. Anschließend folgen die üblichen Informationen zum Patienten sowie Auftrag/Fragestellung. Für ein optimales Ergebnis sollten diese Felder gewissenhaft und ausführlich ausgefüllt werden!

Konsile an die Innere Medizin

Die Innere Medizin ist in drei Unterabteilungen aufgeteilt. Besteht der Verdacht auf eine Erkrankung der Atemwege ist ein Konsil an die Pneumologen zu stellen.
Besteht der Verdacht auf eine Herzerkrankung ist ein Konsil an die Kardiologie zu stellen.
Besteht ein Verdacht, welcher oben nicht genannt wurde (Hyperonie, Hypthyreose, etc) ist ein Konsil an die allgemeine Innere Medizin zu stellen.

VORAUSSETZUNGEN ZUR KONSILARBEIT
Um als Konsilarzt tätig sein zu können, müssen in der jeweiligen Fachabteilung 5 validierte Entlassungsberichte vorliegen. 

KONSIL ÜBERNEHMEN
Sobald ein Konsil angefordert wurde, erscheint es (wenn man die 5 validierten Entlassungsberichte vorweisen kann) auf der jeweiligen Station als Anforderung ganz oben in der Stationsübersicht. Von dort aus kann die Anforderung eingesehen und der Patient aufgerufen werden.

Um das Konsil des Patienten zu übernehmen muss eine Zuweisung als Konsilarzt (Zusatzbehandler) vorgenommen werden - danach kann normal mit dem Patienten interagiert werden. Wenn bereits ein Konsilarzt der eigenen Fachrichtung zugewiesen ist (und ggf. auch bereits ein Konsil-Kommentar geschrieben wurde) wird das Konsil vermutlich bereits von einem anderen Kollegen übernommen - es sollten niemals mehrere Konsilärzte unabgesprochen den gleichen Patienten behandeln!

Die Übernahme eines Konsilpatienten sollte bei Konsilen, die eine längerfristige Behandlung erfordern, mit einem "KONSIL"-Patientenkommentar dokumentiert werden!

KONSIL BEARBEITEN
Je nach Art des Konsils ist ein unterschiedliches Vorgehen angezeigt. Bei einer reinen Abklärung sollten entsprechende Untersuchungen veranlasst und ggf. Durchgeführt werden und nach deren Abschluss ein entsprechender Befund geschrieben werden. Wird der Patient länger behandelt (bzw. mitbehandelt), sollte nach jeder Behandlung eine Dokumentation mittels "KONSIL"-Patientenkommentar erfolgen (was wurde gemacht, was sind aktuelle Ergebnisse, was ist der weitere Plan etc.) und bei Abschluss der Behandlung der Konsilbefund geschrieben werden. In diesem sollte nochmals festgehalten werden, was alles gemacht wurde und was das Endergebnis ist - und was ggf. von Seiten des Hauptbehandlers noch gemacht oder fortgeführt werden sollte.

AUSSTEHENDES KONSIL
Sollte ein Konsil innerhalb von 48 Stunden nach Anforderung nicht bearbeitet werden (heißt: es hat sich noch kein Konsilarzt eingetragen und es wurde kein "KONSIL"-Kommentar geschrieben), darf der Hauptbehandler - wenn er die dafür erforderliche Assistenzarzt-Qualifikation der angeforderten Fachabteilung (oder aufwärts) hat - die Behandlung so lange selbst übernehmen, bis ein Konsilarzt eingetragen wurde bzw. das Konsil übernommen wurde.
Chefarzt a.D.
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