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[LEITFADEN] Transfusionen
#1
GRUNDLAGEN
Die Transfusion von Blutbestandteilen ist essentieller Bestandteil der Behandlung von Patienten mit Blutungen und Gerinnungsstörungen. Dennoch ist die Indikation aufgrund möglicher massiver Nebenwirkungen streng zu stellen. 

ERYTHROZYTENKONZENTRAT (EK)
Indikation: Blutungen mit Abfall des Hämoglobin-Gehaltes
  • unter 6g/dL
  • zwischen 6-8g/dL, mit Risikofaktoren (z.B. KHK, zerebrale Ischämie)
  • zwischen 6-10g/dL, nicht kompensiert (aktive Blutung)
  • zwischen 6-10g/dL, chronische Anämie
Keine Transfusion sollte erfolgen bei stabilem (kompensiertem) Hb über 6g/dL und ohne Risikofaktoren.

Wirkung: ein EK hebt den Hb um etwa 1g/dL

Die Transfusion muss Blutgruppengerecht erfolgen!

THROMBOZYTENKONZENTRAT (TK)
Indikation: Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen)
  • präoperativ oder bei hohem Blutverlust (Zielwert >50.000/µL, bei vitaler Bedrohung oder Operationen mit hohem Blutungsrisiko eher >100.000/µL)
  • durch Thrombozytenmangel bedingte Blutungen
  • prophylaktisch bei Anzahl 50.000-100.000/µL
Wirkung: ein TK hebt die Thrombozytenanzahl um etwa 30.000/µL

FRESH FROZEN PLASMA (FFP)
siehe Leitfaden Blutgerinnung

PROTHROMBINKONZENTRAT (PPSB)
siehe Leitfaden Blutgerinnung
Chefarzt a.D.
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